

The Band:
Oscar Dronjak (g.), Joacim Cans
(v.), Stefan Elmgren (g.)

Discography:
Glory To The Brave (Nuclear Blast `96)
Glory To The Brave-EP (Nuclear Blast `97)
Heeding The Call-EP (Nuclear Blast `98)
Legacy Of Kings (Nuclear Blast `98)
Renegade-EP (Nuclear Blast 2000)
Renegade (Nuclear Blast 2000)
Crimson Thunder (Nuclear Blast 2002)
One Night Live - 2CD (Nuclear Blast
2003)
Chapter V - Unbent, Unbowed, Unbroken (Nuclear Blast 2005)
Threshold (Nuclear Blast 2006)

The History (so far):
Gegründet wird die Band bereits 1993 von Jesper Strömblad
(In Flames) und Oscar Dronjak (Ex-Ceremonial Oath/Crystal Age). Einen geeigneten
Namen findet man mit "Hammerfall", ein Zitat aus einem Warlordsong. Jesper steigt jedoch bald wieder aus, als aus dem
ursprünglichen Projekt
eine feste Band heranwächst. Mit Joacim Cans findet Oscar Dronjak schnell einen
geeigneten Sänger und
mit Nuclear Blast ein finanzstarkes Label. Mit einem sehr geringen Aufnahmebudget spielt die Band ihr
Debutalbum "Glory To The Brave" ein, ein Album voller Speed-/
Powermetal-Granaten, das 1997 das Licht der
Metalwelt erblickt und einschlägt wie eine Atombombe. Viele Kritiker belächeln die Band nur, sehen allerdings
nicht, was für eine gewaltige Welle Hammerfall mit ihrem 90er Jahre True Metal
losgetreten haben. Immer mehr Bands veröffentlichen plötzlich wieder
traditionelle Power Metal Alben und auch Nuclear Blast signen plötzlich bis
dato noch unbekannte Bands aus dem Power-Metal Bereich, obwohl sie vorher
ausschließlich Death- und Blackmetal Bands unter Vertrag hatten. Das RockHard erkennt sofort die Klasse des Albums und benotet es mit der Höchstpunktzahl: Album des Monats!
Die ersten Liveauftritte werden schwer für die Band, da sie auf diesem
Sektor noch nicht viel Erfahrung sammeln konnte. Hinzu kommt noch der Beitritt
von Basser Magnus Rosén, der auch erst eingearbeitet werden muss. Die Band
tourt in der nächsten Zeit so viel, dass man geradezu zuschauen kann, wie sie
routinierter und spielfreudiger an die Sache herangehen. 1998 ver- öffentlicht man
dann zuerst die "Heeding The Call-EP" mit sehr gelungenem
Picture-Cover "Eternal Dark" und schiebt dann mi "Legacy Of Kings
sehr Bald das zweite Studioalbum, das viel besser produziert ist, als der Vorgänger
und ihm auch songwriterisch in nichts nachsteht.
Mit diesem, wiederum mit Höchstnoten bewerteten Album präsentiert man
auch den zweiten Gitarristen Stefan Elmgren. 1999 wird es relativ still um die Band, man hört
nur von einer Solo-Tour
des Bassers (!) durch Südamerika und verzeichnet den Ausstieg von Drummer Patrick
Räfling. Als Ersatzmann findet man Anders Johansson (Bruder von Jens
Johansson - Keyboarder bei Stratovarius), jedoch will man sich für das dritte Album noch ein wenig Zeit lassen. Vor dem Album, das in Amerika eingespielt wurde und "Renegade" heissen soll, erscheint am 21. August
die gleichnamige Single "Renegade", auf der man zum ersten mal den
neuen Drummer zu hören bekommt. Das Album präsentiert sich in altbewährtem
True Metal Gewandt mit wenig Neuerungen. Mit "Templars Of Steel", dem
Album-Opener haben die Jungs meiner Meinung nach den bislang reifsten
Hammerfall-Track geschrieben. Produziert wurde das Album von Michael Wagener,
der es in Nashville geschafft hat, den legendären Wolf Hoffmann (Accept) -
Gitarrensound in "Renegade" einfließen zu lassen. Die Renegade-Tour beginnt im Frühjahr 2001 mit niemand anderem als unseren Lieblingen Virgin
Steele und Freedom Call als Vorband. Ein geiles Package, das keinen
Hammerfall-Fan entäuscht haben dürfte, da beide Support-Bands geile neue Alben
in der Hinterhand haben. Der Auftritt von Hammerfall glich einem Triumphzug
durch ausverkaufte Hallen. Die Band spielte einen Best-Of-Set, bei dem ich nur
ein paar Songs (wie z.B. "Dreamland") vermisste. Dafür war die
majestätische Burg-Bühne (mit Zugbrücke!!!), der Auftritt des Warriors (mit
übergroßem Hammer) und viel Feuer sehr beeindruckend, was alles andere
vergessen machte. Geil!
Im August 2001 kehren Hammerfall wieder nach Pratteln zurück, um bei den "Metal-Days"
im Z7 wieder Stimmung zu machen, bevor
die Band ins Studio geht um den Nachfolger zu „Renegade“ einzuspielen.
Dieser hört auf den Namen "Crimson Thunder" und mit diesem Album
wollen Hammerfall ihren Status in der Szene festigen und zeigen, dass sie sehr
gute Songwriter sind, die auf dem neuen Album verstärkt Accept-lastiges
Material stehen haben. Doch mit "Trailblazers", "Heroes
Return" oder "On The Edge Of Honour" stehen auch wieder einige
Doublebass-Nummern auf dem Programm. Ein grundsolides Album mit einer geilen
Produktion und einer stark gereiften Band! Für die folgende Tour im Frühjahr
2003 nimmt man sich vor, keine riesige Bühnenshow aufzufahren, sondern dies nur
bei einigen wenigen größeren Konzerten zu tun.
Trotzdem strotzen Hammerfall-Live-Shows nur so vor Energie und Effekten, was mit
der Doppel-Live-Scheibe/DVD "One Night Live" (recorded in Schweden!)
eindrucksvoll bewiesen wird.
Mitte 2003 mussten HammerFall nach einem schweren Motorradunfall von Oscar
Dronjak sämtliche Aktivitäten bis Anfang 2004 unterbrechen. Joacim Cans nutzte
diese Zeit, um ein Soloalbum aufzunehmen. Dieses trug den Titel „Beyond The
Gates“ und erschien am 19. April 2004. Daneben war Cans auch bei Mrs. Hippie
tätig.
Das nächste Album von HammerFall erschien Anfang 2005 und trug den
programmatischen Titel „Chapter V - Unbent, Unbowed, Unbroken“. Zu den
Olympischen Winterspielen 2006 in Turin nahm die Band zusammen mit der
schwedischen Damen-Curling-Olympiamannschaft ein Video auf, welches die fünf
Männer im Wettstreit mit den Damen zeigt. Grundlage des Videos bildete der „Crimson
Thunder“-Song „Hearts On Fire“.
Am 18. Oktober 2006 erschien das neue Album "Threshold", dem bereits am 29.
September die Single "Natural High" vorausgegangen war.
Am 6. März 2007 verließ der bisherige Bassist Magnus Rosén die Band, weil er
sich stärker auf seine Nebenprojekte konzentrieren möchte. Ein Nachfolger von
ihm wurde noch nicht bekanntgegeben.
Keep On
Fighting!

